Ein Draht zueinander
Idee
Ein Exponat für einen Spielpfad, der das Thema Mutterschaft kindgerecht erfahrbar macht.
Das Spiel steht für die Bindung zwischen Mutter und Kind: Ans Ziel kommt nur, wer zusammenarbeitet — und erlebt dabei Nähe, Distanz und Spannung.
Projektarbeit im Kurs „Design Experience 1“, 2026, mit Ellen Lutz — eine Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Meine Rolle: Prototyping, Modellbau und technische Umsetzung.
Prozess
Den Prototyp haben wir mit Kindern getestet und dabei einen Beobachtungsbogen genutzt. Die Spirale war zu schwierig, und die Verbindung über die Schnur wurde oft nicht verstanden. Deshalb haben wir den Drahtverlauf vereinfacht und Töne für Start und Ziel ergänzt.
Interaktion
Jede Person führt einen Ring an einem eigenen Draht entlang. Eine elastische Schnur verbindet die beiden Ringe: Wer vorprescht, bremst die andere Person aus; wer zögert, wird mitgezogen. Nur gemeinsam erreichen beide das Ende, ohne den Draht zu berühren.
Feedback
Visuell: Ein Bildschirm zählt jede Berührung des Drahts. Das Spiel beginnt, sobald die Ringe abgenommen werden, und endet, wenn sie wieder abgelegt sind. Es lässt sich auch rückwärts spielen.
Akustisch: Jede Berührung löst einen Klang aus, der für Mutterschaft zentral ist — etwa Weinen, Brabbeln oder „Mama!“.
Ausblick: Das Projekt wird weiterentwickelt und 2027 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden gezeigt.